Bekenntnisse eines Spießers

Ich kam vor beinahe zwölf Jahren nach Berlin – aus Verhältnissen, die ich als xenophob und kreuzlangweilig empfand. Berlin aber versprach Freiheitsgrade. Wie viele Facetten das Leben hier zu haben schien, wie viele Alternativen zu den Einbahnstraßen der Vergangenheit! Ich war dankbar und neugierig – und tanzte auf mancher Party.

Irgendwann begreift man, dass es auch in der Hauptstadt hübsch dekorierte Tempel der Borniertheit gibt, die sich dann eben kulturell/vertikal organisiert. Dass manch einer großstädtisch tut, sich vor allem aber einen Hintergrundwirbel aus bekannten Gesichtern und Trend-Lametta wünscht, vor dem die eigene Irrelevanz nicht so auffällt.

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