Nicht beschützt werden wollen.

Ursula von der Leyen hat (nachdem es ihr nicht so recht gelang, aus .de mit Stoppschildern ein schöneres Land zu machen und auch andere Zielgruppen sich mit einer gewissen Hartnäckigkeit gegen Supernanny-Umarmungen zur Wehr setzen) ein neues Betätigungsfeld für sich entdeckt: Die Selbstständigen sollen vor dem grauenvollen Elend, das hinter jeder Ecke lauert (unternehmerische Risiken! Verarmen! Älter werden! ) nun mit staatlicher Unterstützung geschützt werden. Einzahlen dürfen wir natürlich selbst (in ein System, dessen Grenzen auch ohne dieses von praktisch niemandem gewollte add-on schon überdeutlich sind), für den erforderlichen pädagogischen Druck auf die schwer einzuherdenden Kätzchen sorgt jedoch gerne der Gesetzgeber.

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Gefährliche Gedanken, und die Namen dahinter

Hans-Peter Friedrich (CSU) ist Innenminister der Bundesrepublik Deutschland. Wie jeder andere Bundesminister hat er Einiges auf seinem Zettel stehen; darunter die Aufgabe, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Nun hat Herr Friedrich (wie beinahe jeder Innenminister; dieses Amt scheint eine gewisse Sorte Menschen magisch anzuziehen) recht spezifische Vorstellungen davon, wie die Sache mit der Schadensabwendung am besten zu bewerkstelligen sei. Und gelegentlich äußert er diese Vorstellungen auch mal vor einem Mikrofon. Anlass geben ihm in dieser Woche (wenig originell, aber mit hohem Aufmerksamkeitswert bei der eigentlichen Kernzielgruppe am süddeutschen Stammtisch) die Anschläge in Norwegen.

Mit der Anonymität im Internet – so sagt Herr Friedrich dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL – müsse es als Konsequenz dieser Bluttaten nun vorbei sein. Er fragt (und die Frageform soll den aufmerksamen Leser ja zum Nachdenken anregen): „Warum müssen ,Fjordman‘ und andere anonyme Blogger ihre wahre Identität nicht offenbaren?“

Herr Friedrich beklagt sich auch darüber, dass im Internet „jede Menge radikalisierter, undifferenzierter Thesen“ zu finden seien.

(Klare Sache: So etwas kann einem aufrechten Mann, der ein CSU-Parteibuch in der Tasche und die Sonne im Herzen trägt, nicht gefallen.)

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